Die Intrigantin (2 Stanzen)

Die Intrigantin (2 Stanzen)

Wem ist solch Frauentyp noch nicht begegnet,
der immer nur das Böse will und intrigriert,
und wenn man dem ein Widerwort entgegnet,
wird es sogleich ins Gegenteil frisiert –
ein übles Weib, dem’s in die Suppe regnet,
das liebend gern die andern kommandiert?
Das kollert nichts als nur gestanztes Blech,
und wem es übern Weg läuft, der hat Pech.

Man sollte diesen Frauentyp schnell meiden.
Man geht ihr aus dem Weg, sofern man kann.
Und ist man klug und außerdem bescheiden,
spürt man im Nu, die mimt hier den Tyrann
und kann nur Stiefelküsser wirklich leiden,
vom selben Schlag, egal, ob Frau, ob Mann.
Wer seine Zeit mit der nicht will vergeuden,
der pflege andern Umgang und in Freuden

Dieser Beitrag wurde von Antigone am 11. Januar 2017 um 12:14 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

19 Kommentare »

  1. “Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst die Zwerge lange Schatten.” (Karl Kraus, 1874-1936)

    Comment by Giftzwerg — 11. Januar 2017 @ 21:06

  2. culture does indeed look healthy – as healthy as something so naturally thin and pale can hope to look anyway.

    Comment by crysantheme — 11. Januar 2017 @ 21:09

  3. Ein kleiner grammatikalischen Hinweis: in Ihrer Stanze fehlt der Punkt. Der rundete das Pamphlet immerhin ab. Es sei denn, Sie leiden unter verbaler Inkontinenz und es tröpfelte noch etwas nach.

    Comment by frau kleist — 11. Januar 2017 @ 21:51

  4. Hallo Giftzwerg! Na, da fühlt sich aber jemand getroffen! Gut so, immer drauf aufs Schlimme!

    Comment by Antigone — 12. Januar 2017 @ 05:35

  5. Hallo Chrysantheme! Mir mir muss man deutsch sprechen.

    Comment by Antigone — 12. Januar 2017 @ 05:35

  6. Hallo Frau Kleist! Sonst hätten Sie aber nichts zu bemängeln? Freut mich.

    Comment by Antigone — 12. Januar 2017 @ 05:36

  7. Während Ihre starke Texte mehr in den Raum schreiten, kneifen diese hier am Schluss den Schwanz ein. Muss dass sein? Beißen Sie zu!

    Comment by schwaene werden nicht gegessen — 12. Januar 2017 @ 15:51

  8. Warum werden ist Ostdeutschland mehr Organe gespendet als im Westen?

    Comment by schwaene werden nicht gegessen — 12. Januar 2017 @ 16:03

  9. Warum in Ostdeutschland mehr Organe gespendet werden als im Westen? Ist doch einfach zu beantworten: Dort ist die Armut, die Aussichtslosigkeit, die Verzweiflung größer als im Westen. Frag mal, warum in der Bundeswehr die Mehrzahl der Muschkoten aus dem Osten kommen. Doch aus demselben Grund. Die DDR wurde zerstört wie ein im Krieg besiegtes Land. Ich habe neulich gelesen, dass die Zerstörung der Industrie (angeblich ja so marode!) ein Ausmaß hat, wie es nur im Krieg eintritt. Du kommst sicher aus dem Westen, und deshalb gebe ich dir mal einen Tipp, um das zu verstehen, was ich geschrieben habe: Fahr mal nach Brandenburg, in die kleinen vergessenen Dörfer. Dort findest nur ältere und ganz alte Leute oder Frauen mit Kindern, deren Mann eine ganze Woche lang im Westen arbeitet und erst am Wochenende zur Familie zurückkommen kann. Viele Bauernhäuser stehen leer und werden irgendwann zusammenfallen. Weite, ehemals stark bevölkerte, blühende Landstriche Ostdeutschlands sind völlig entindustrialisiert worden. Warum das so ist, forsch mal nach. Aber glaub nicht den sogenannten Historikern o. ä. Gesocks, die ihre vorrangige Aufgabe darin sehen, zu beweisen, dass die DDR nichts wert war. Wenn das nämlich so wäre, dann wäre Kohl nicht bereit gewesen, für eine “marode” DDR dem Gorbatschow die DDR für 19 Milliarden D-Mark abzukaufen. Einsichtig?

    Comment by Antigone — 12. Januar 2017 @ 18:20

  10. Spießig waren sie beide – die Bundesrepublik und die DDR. In der Bundesrepublik war die Spießigkeit nur bunter angemalt.

    Comment by Diagnostiker — 17. Januar 2017 @ 22:32

  11. Jo. Sehe ich auch so. Und die angebliche Freiheit des Menschen in der Täterätätä durch den hemmungslosen FKK-Drang hat lediglich mit zwei Dingen zu tun:
    1. Jede-/r kann -wenn schon nicht fliegen – mit jeder/m vögeln. Bei Schwangerschaft gibt’s Wohnung!
    2. Wo, bitteschön, gibt es ein vernünftiges Badedress???

    Comment by Kreon — 18. Januar 2017 @ 07:08

  12. Antigone, du hast nen Hirnriß: gibt es für Organspende etwa Geld? So eine schwachsinnige Begründung. Die höhere Bereitschaft zur Organspende im Osten hängt mit dem hier stärker verwurzelten Atheismus zusammen. Belies dich, bevor du wieder deine Kampfparolen posaunst. Obwohl, wenn du al Gegenpart nicht wärest, wäre es hier sterbenslangweilig. Und unlustig. Mach mal weiter den Pausenclown…

    Comment by Kreon — 18. Januar 2017 @ 07:13

  13. fliegen können ware besser – in der heutigen zeit. raus-fliegen!

    Comment by frau kleist — 18. Januar 2017 @ 16:37

  14. Mmh. Fliegen ist nicht schlecht, würde trotzdem das mit den Vögeln bevorzugen. Also jetzt mal umwelttechnisch gesehen. Kostet kein Geld (wenn man nicht wählerisch ist) und hinterlässt keinen bösen CO2 Fußabdruck.

    Comment by Kreon — 18. Januar 2017 @ 19:07

  15. hr. “kreon”, oder wie sie sich schimpfen, ich glaube, sie haben da was nicht verstanden. tatsache: 1.fliegen ist billiger und man muss nicht so lange vorbestellen. 2. man verbraucht gar kein kerosin, wenn man ein vogel ist. und was die vögel können, kann der mensch schon lange, schließlich hat er mehr hirn. 3. ihr vöglein ist wohl zu hoch geflogen? nur so lässt sich nämlich ihr nicht tot zu kriegender optimismus erklären. 4. die konsequenzen sind bei beiden tätigkeiten gleich schmerzhaft. da bleib ich doch lieber länger in der luft

    Comment by frau kleist — 18. Januar 2017 @ 19:33

  16. was hat organspende mit atheismus zu tun? in der bibel wird doch gern mal das eine oder andere organ geopfert. und in vielen religionen gibt es menschopfer. der atheist hingegen ist praktisch und manchmal auch humanistisch orientiert. der baut ersatzteile und setzt schon lange nicht mehr auf den defizitären und dem zufall obliegenden genpool. bauen und unsterblich werden, ist das gebot der stunde. dann können wir gott endlich wirklich dahin tun wo er hingehört: in den mülleimer.

    Comment by frau kleist — 18. Januar 2017 @ 19:40

  17. 1. Opfern ist nicht mit Spenden gleichzusetzen. Ein wenig mehr vom sonntäglichen Kirchgang und Sie wären sattelfest in der Bibelauslegung.
    2. Bei Ihnen ist Vögeln schmerzhaft? Nun ja, jedem sein Pläsierchen…

    Comment by Kreon — 18. Januar 2017 @ 20:30

  18. https://www.youtube.com/watch?v=jjXckwRbywM

    Comment by frau kleist — 18. Januar 2017 @ 21:34

  19. der himmel, der himmel grau, der himmel schwarz
    der himmel?
    blau wie puma
    in schokolade

    Comment by postcoitale wahrnehmung — 19. Januar 2017 @ 09:13

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Hinterlasse einen Kommentar