Anoushehs Traum

Eines Nachts öffnete sich der Himmel
Über der Stadt die Engel
Hatten einen Schrotthaufen
Von der Größe eines Kinder-
Zimmers nach außerhalb
Der bewohnten Zonen
Geschossen; meine Glieder
Begannen zu jucken – Griff
Des Auges nach den Sternen:
Farbe und Bewegung verschmolzen
Zu einem Film ohnegleichen (ich sehe
Die Schneehasen hoppeln durch eine
Schwerelos-Endlosschleife puls-
Ierender Kindheit, Ierender Kindheit
Von auf der Tonspur lichtlosen Denkens
Heraus geschnittenen Parabeln) nichts
Andres ergibt mehr ein Gleichgewicht
- – - – - – Seitdem arbeite ich
An den Stellen meines Lebens wo
Es über die Oberfläche hinaus
Schwappt Fisch wo die Dinge zwischen
Fall und Befreiung schweben wo
wir die Sonnensegel hissten

(Frei : featuring : Kubrick : SPACE TOURISTS. 2009)

Dieser Beitrag wurde von Zhenja am 11. August 2010 um 19:12 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

2 Kommentare »

  1. Manche zahlen für den Blick von oben, andere gäben ein Vermögen dafür, wenn ihnen diese Perspektive erspart bliebe.

    Comment by fryxell — 11. August 2010 @ 19:13

  2. Was ist schon dran da oben? Zwei Luken, einige Segel – gibt’s auch hier am Müggelsee, Nähe Triglawstraße. Oder an der Biege in Wilmersdorf, wo sich hinterm Haus Isisweg 20 die Schöneberger Exilanten zur Düneluft-Party verbarrikadiert haben. Klopfen nur mit Durchsuchungsbefehl. Am Interessantesten ist eben der Wind. Niemand auf Erden, der nicht schon mal ausgiebig in Neutrinoos gebadet hätte. Wäre ihr -noos kein Neutri, die Türen sollten sich nicht öffnen für es. Und schwappt es über den Kellerkanister hinaus, in welchem die Blitze gezählt werden, dann um so besser. Weißte was? Hiss, Stefan – tätärähtätätätä

    Comment by chlebnikov — 7. September 2010 @ 10:02

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