Blaue Seife

Er war ein Angeber, ein
Schaumschläger, (ging
den Dingen auch mal gern auf den
Grund, wo es erforderlich war)
und feierte, im Maritim-Hotel,

wo es die weißen Handtücher,
die gute blaue Seife gab
und die Mai Tai Cocktails
an der Bar und er philosophierte
über Investment
mit dem Keeper

Man muss immer schön
die Welt mitstenographieren
egal wo man steht
oder geht, immer schön

sein eigenes Ding machen
wenn es die Leute nicht merken,
“so überstehst du
jede Gefahr” (sagt das Iging)

Man muss weiter machen
auch wenn man mal hinfällt:

weiter rauchen, was sind schon 8… send Miese
mein Gott – ein Steuersparmodell:

Verluste sind absetzbar, solange
bis das Finanzamt klingelt und
was kümmert es mich
wenn mein Hund
dem Bänker

ans Bein pinkelt?

Dieser Beitrag wurde von frau kleist am 11. Oktober 2017 um 20:57 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

11 Kommentare »

  1. Hilfe! Gestern Nacht ist der Frankfurter Goetheturm abgebrannt!! Was für abgefuckte Kerle war’n das denn!!!

    Comment by Kraba vel Jop — 12. Oktober 2017 @ 09:38

  2. Zumindest hier auf dieser sprachlich geschulten Seite sollte man die Pressemitteilung der Frankfurter Polizei lesen, bevor man gleich auf “abgefuckte Kerle” (und wenn es nun Mädels sind?) einschlägt:
    Die Brandursache ist zunächst unklar. Es wird Brandstiftung vermutet.
    ———————————————————————————————-

    Alles andere ist Unkerei, Panikmache, Schaumschlägerei. In Blau. Da hilft auch kein Cocktail, um sich das schön zu saufen…

    Comment by Polizeifunk — 12. Oktober 2017 @ 10:52

  3. make love,
    not war, brennt
    die Zeitung
    an!

    Comment by Rolf & Sigrid — 12. Oktober 2017 @ 21:30

  4. Der Angeber hatte darauf gewettet, dass der Goetheturm nicht abbrennt. Also zumindest nicht diese Nacht. Einen Tag zu früh. Pech für ihn. Deswegen der Verlust. So ist das.

    Comment by Wettbüro Römer — 12. Oktober 2017 @ 21:53

  5. Also, wenn das hier nicht schwarz auf grün stehen würde, tät ich das nicht glauben.

    Comment by gebildeter Zeitungsleser — 12. Oktober 2017 @ 21:55

  6. Pech?! Aber er hatte doch vorher fünf Optionen auf den fälligen Wiederaufbau erworben, falls. Rouge et noir, wie schon die Großmutter sagte: “Wir fahren jetzt nach Hause, und du kommst mit, mein Lieber!”

    Comment by Analyst — 13. Oktober 2017 @ 06:05

  7. Sein Problem: Er ist zu eitel. Zu selbstverliebt, in seinen Text, und merkt nicht, dass alles viel zu sehr in die Breite läuft.

    Comment by Erika — 14. Oktober 2017 @ 15:45

  8. Mensch Erika, warum beschäftigst du dich mit seinem Problem? Das raubt dir doch nur unnötige Speicherkapazitäten. Die Taste heißt: DEL. Damit kann man vieles löschen.

    Comment by Computerspezialist — 14. Oktober 2017 @ 16:47

  9. Weil sein Problem auch meins, oder unsers, oder eures ist! Kollektives Gedächtnis & Denken ist ein Teil, kein Zwang; Speichererweiterung ist ratsam. Fenster auf!

    Comment by Erika — 14. Oktober 2017 @ 18:42

  10. Erika hat recht: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ … Wissen um das Nichtwissen initiiert damit einen dialektischen Weg, der zum wissenden Nichtwissen der absoluten Transzendenz („das Übersteigen“, ist in der Philosophie und Theologie die Bezeichnung für die Eigenschaft, jenseits des Bereichs der sinnlichen Erfahrung und ihrer Gegenstände und von ihm unabhängig zu sein) führt.

    Es wird Zeit in vollem BewusstSein die Fesseln zu durchtrennen, auf ein „Wesen“ zu warten ist fatal. Jeder persönlich ist in der Lage sein Schicksal zu gestalten, die Welt zu verändern, doch dafür muss erst die Schattenwelt und Angst überwunden werden.

    Sitzen und auf Erlösung zu hoffen, daran zu glauben, ist genau das, was die Matrix uns in der Höhle über Jahrtausende und Generationen eingeimpft hat.

    Eines ist gewiss, die Höhle wird erbeben, doch nur wer überleben will wird auch den Weg aus der Höhle wagen. Schnipp schnapp – Fesseln ab!

    Comment by Seele verlässt ihr enges Haus schneller als der Blitz — 14. Oktober 2017 @ 20:30

  11. Welchem Schaf folgt die Herde?

    Dem

    a) stärksten,
    b) schönsten,
    c) nettesten,
    d) dass die irrsten Wege geht,
    e) klügsten oder folgen sie
    f) allen anderen Schafen?

    Comment by Schäfer — 15. Oktober 2017 @ 21:29

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