Würde

du gehst über frisch aufgeworfene Felder

streckst dich über die Erdkante

dein Grün ist unantastbar

du erreichst die Würde der Wurzel

Bäume werfen Schatten über dich

in denen du ahnen kannst

dass du dich brauchst

 

 

 

Dieser Beitrag wurde von Jutta v. Ochsenstein-Nick am 30. Juli 2017 um 18:47 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

3 Kommentare »

  1. Schön, dass hier nach diesen Textmassen wieder ein Gedicht steht.

    Comment by Eleadora Stein — 31. Juli 2017 @ 12:02

  2. Danke, Eleadora. Ja, Lyrik würde ich mir hier auch mehr wünschen…

    Comment by Jutta v. Ochsenstein — 31. Juli 2017 @ 16:05

  3. das gedicht greift manches auf, das hier verstreut lauert: das grün, überschriften wie “moderne”, “nachmittag”, “winter” usw. schlichte und zugleich “große” begriffe, in denen man noch wohnen kann, durch die chance, sie mit eigenen sprachbildern neu zu beleben. die “würde der wurzel” klingt wie etwas altbekanntes – und war mir doch neu. deshalb lese ich es immer wieder, noch einmal.

    Comment by die winter — 4. August 2017 @ 07:58

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