Lied

Ein Junge aus der Vorstadt
Hassend das Hochhaus auf dem er stand
Mit Kinderwägen im Treppenhaus
Und Blumenkästen am Balkon;
Er dachte, dass der Bankentower,
Den er in der Mitte sah,
Weit schöner wäre,
Und wenn er dort oben stünde,
Verschwände seine Traurigkeit.

Und so ging er los,
In Richtung des Towers,
Doch aus der Nähe
Wirkte der Tower
Weit weniger schön.

O Junge, Junge aus der Vorstadt,
Wie kannst du erwarten,
Dass du dich änderst,
In einer neuen Wohnung.

Wenn du umziehst
Lässt du dich selbst zurück?
Trauer und Feude
Wächst allein im Herz.

Bist du mit dir im Reinen,
Dann wirst du überall glücklich sein.
Ist dein Herz im Aufruhr,
Bringt jeder Ort dir Leid.
Das Staubkorn im Auge
Bemerkst du sofort;
Warum ignorierst du den spitzen Dorn,
Der dein Herz sticht?

Wenn du nach Dingen verlangst,
Die zu dir nicht gehören,
Wirst du niemals erlangen,
Was du suchst.
Warum bringst du nicht
Dein Herz in Ordnung,
Und findest Frieden
In deiner Wohnung?

Junge und Alte
Geben dir diesen Rat:
Es bringt nichts
Draußen umherzustreifen,
Bewahre dein Herz in dir,
Denn das ist der größte Gewinn.

Dieser Beitrag wurde von Eleadora Stein am 1. August 2017 um 16:23 Uhr geschrieben.

Genre: Rezensionen

21 Kommentare »

  1. “Bist du mit dir im Reinen, wirst du überall glücklich sein.” Ich habe mir diesen Satz gerade an den Kühlschrank gehängt! Und ich bin super entspannt. Nur finde ich, dass man nicht aus der Oberschicht sein muss, um so zu denken. Das kann jeder lernen. Das geht alle was an. Daher würde ich den Titel ändern: “Ein Lied für alle”.

    Comment by Du kannst überall glücklich sein — 1. August 2017 @ 18:10

  2. Nur: Ein Lied.
    Überlassen wir es allen, selbst über Hören und Mitsingen zu entscheiden.

    Comment by Musst.Sollst.Darfst.Kannst. — 2. August 2017 @ 16:38

  3. An meinem Kühlschrank lasse ich nur Wasser und ein Tuch. Magnete beeinflussen das Hirn. Kartensprüche auch.

    Comment by DassaubereHirn — 2. August 2017 @ 16:39

  4. Wenn ich Trumpf bin, kann ich auch einen König stechen. (Richtig gegendert: und auch die Königin.)

    Comment by eine Lusche — 2. August 2017 @ 20:56

  5. Frau stein hoeren sie auf! Sie sind abzugsberechtigt! Immerhin…

    Comment by Lied von der vorsteuer — 2. August 2017 @ 21:20

  6. Liebe Lusche,
    vor dem Absabbeln bitte Kopf einschalten: Es handelt sich hier um das Spielblatt König. Das andere Blatt heißt Dame. Will sagen: Die Karten sind bereits gegendert.
    Nunja, Lusche eben…

    Comment by Dösbaddel — 3. August 2017 @ 08:26

  7. Mal unter uns:
    Ich würde das Lied sofort bei der GEZ anmelden. Die verstehen keinen Spaß. KEINEN!

    Comment by Alleswisser — 3. August 2017 @ 08:27

  8. Mensch, Dösbaddel, aber darum geht es doch! Die einzige Frau im Spiel, die darf nur Dame sein, aber nie die Königin. Und beim Schach, da ist sie auch nur die Dame, nicht die Königin. Dafür darf sie in alle Richtungen ziehen. Wie jemand, die mit ihrer Schönheit alle manipuliert. Und sonst sind alle Figuren Männer: Bauern, Springer, Läufer, Ober, Unter. Da ist doch die Rolle der Frau klar definiert: sie darf die schöne Dame geben. Oder denken sie mal an Doppelkopf: da sind die Keuz-Damen die “Alten”. Das ist doch nicht zum aushalten. Diese ganzen Spiele, die sind doch alle nicht ordentlich gegendert. Da darf der Bauer die Dame schlagen, aber nie die Bäurin den König. Entfalten sie mal ihr Hirn, Dösbaddel.

    Comment by eine Lusche — 3. August 2017 @ 21:02

  9. Lusche, hier geht es ums Mittelalter, dass in großen Teilen als gegendert gelten darf: Auch wenn die Fau rechtlich immer noch unter der Knute des Mannes stand, so dürfte sie – anders als im Deutschland der 19 50/60 Jahre – ihren vorhehelichen Beruf auch nach einer Eheschließung ausüben. Eine Frau. Nicht eine Dame. Die hatte nix gescheites gelernt… außer mehrere Sprachen und so nen Weiberzeugs wie Sticken und Co. . (Wenn ich das könnte, dann wäre ich mit der nächsten Strickleiter draußen…). Und dann hat das Mittelalter noch einen ganz großen Genderfreund hervorgebracht: den Luther- Martin! Der hat sogar seine Frau mit Kindern als alleinige Erben eingesetzt! Unvorstellbar!!
    Nun aber zur Genderfrage der Spiele: auch hier sollte fein unterschieden werden. Bestes Genderbeispiel ist der Klassiker “Mensch, ärgere dich nicht…”

    Was lernen wir also daraus? Nicht immer alles und alle übern Kamm scheren.

    Meine Empfehlung.

    Comment by Expertenwissen — 5. August 2017 @ 13:43

  10. Ist das hier auch eine transformierte Übersetzung?

    Comment by Fuß tut weh — 12. August 2017 @ 09:37

  11. Nein. Hier stimmt was ganz und gar nicht mehr. Warum tauchen in den Kommentaren, die an sich gar nicht dumm sind, in der letzten Zeit so viele Rechtschreib- und Grammatikfehler auf? An Oberflächlichkeit oder Gleichgültigkeit oder übertriebene Geschwindigkeit ohne Gegenlesen beim Schreiben mag ich aus Erfahrungsgründen mit “Inskriptionen” nicht so recht glauben. Hier verstellt sich jemand. Dahinter steckt irgendeine Absicht, die noch nicht durchschaut worden ist.

    Comment by Hornhautreduzierungskrem — 12. August 2017 @ 09:41

  12. “… nur finde ich, dass man aus der Oberschicht raus muss, um anders zu denken.” Raus da! Du bist lange genug darin gewesen.

    Comment by frau kleist — 12. August 2017 @ 09:49

  13. Ich glaube, das ist wieder was aus Russland. Ein Schlagertext oder ein Popsong. Und Zhenja hat das übersetzt. Gelle? Der ist ja auch in Bank- äh- Frankfurt (nicht an der Oder) stationiert.

    Comment by frau kleist — 12. August 2017 @ 10:03

  14. A Shepherd Boy Wandering in the Hills

    A shepherd boy fell sad one day,
    hating the hillside on which he stood;
    he thought a distant hill he saw more beautiful from afar,

    and that going there would wipe away his sorrows.
    So he set off to that distant hill,
    but as he drew near it
    it looked less good than it had from afar.

    O shepherd boy, shepherd boy,
    how can you expect to transform yourself
    by changing your dwelling place?

    If you move away can you leave yourself behind?
    Sorrow and joy sprout in the heart.
    If the heart is peaceful, you’ll be happy everywhere,
    if the heart is in turmoil, every place brings sorrow.
    A grain of dust in your eye
    brings discomfort speedily.
    How can you then ignore this sharp awl
    that pierces your heart?

    If you yearn for things outside yourself
    you will never obtain what you are seeking.
    Why not put your own heart in order
    and find peace on your own hillside?

    Old and new writers alike give this advice:
    there’s no advantage to roaming outside.
    Keep the heart inside, for
    that brings the profit.

    Matteo Ricci
    (um 1600)

    Das Original ist chinesisch.

    Comment by Eleadora Stein — 12. August 2017 @ 10:53

  15. Die Motivik ist alt, die eingesetzten Bilder sind zeitgenössisch. So macht das die Popmusik auch. Daher wahrscheinlich die Verwechslung.

    Comment by frau kleist — 12. August 2017 @ 11:20

  16. Die Kommentarleiste hier bietet schon wieder Stoff für ein Kapitel Soziokulturelle Geschichte.

    Comment by Zugefüttert — 12. August 2017 @ 11:24

  17. Bei der Geschichte hier kein Wunder, dass der Fuß weh tut

    Comment by Museum für Völkerkunde — 12. August 2017 @ 11:26

  18. Denktransformationen. Vertikal und horizontal. Das ist Geschichte. Auch wenn der Fuß weh tut. Da brauchst du gute Wanderschuhe.

    Comment by Wandertipp — 12. August 2017 @ 12:31

  19. Man tut nicht tut oder dud oder dut oder tud gebrauchen.

    Comment by Herr Duden — 12. August 2017 @ 12:33

  20. Wegen der Rechtschreib- und Grammatikfehler… Da sieht man doch, dass der Kommentator lebending ist… Die machen eben Fehler… Weil sie Seele und eine klemmende Tastatur haben… Bots, die machen keine Fehler. Die Algorithmen sind perfekt.

    Comment by fehlerfreies Schreiben — 12. August 2017 @ 14:08

  21. Das heißt lebendick.

    Comment by ein Bot — 12. August 2017 @ 14:10

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Hinterlasse einen Kommentar