Gedankenfarm

Ich danke Frau Kleist für das unten stehende inspirierende Wortspiel.

Immer wieder überlegte ich, wie wohl der Krautsalat in meinem Kopf gehaltvoller genannt werden könnte. Es ist ein bunter Bauernhof, mit sanierungsbedürftigen, aber nicht förderfähigen Dachschäden. Nun, das hier lebende Getier und Gewächs fühlt sich wohl und mit Stolz kann ich sagen, dass nicht nur meine Eier frei von Fipronil sind.

Das war es in aller Kürze aus meiner Gedankenfarm.

Dieser Beitrag wurde von rapunzel am 4. August 2017 um 13:42 Uhr geschrieben.

Genre: Wortmysterien

5 Kommentare »

  1. Die Klassiker sagen ja, zu einer guten Gedankenfarm gehört auch die Erinnerung. Wo haben Sie Ihren Gedächtnispalast, rapunzel? Ist es der Schuppen? Der Hühnerstall? Der ganze Hof? Da soll man ja auch so markante Figuren hineinstellen, an die man sich erinnert, also ein Vyvyan, der einen lila Mantel trägt und nicht weit davon ein Mädchen, das eine bleierne Glocke läutet, und weiter hinten Mozart, der im Kühlschrank sitzt mit einer Kerze, ein Hecht, der am Küchentisch gerade Krautsuppe löffelt, Rosanna, die saure Gurken nach ihrer Größe ordnet, und da verschüttet jemand einen Becher Milch auf dem Weg, obwohl er sechs Augen hat, rutscht er gerade auf der Butter aus, und so sind die Erinnerungen auf Ihrem Hof geordnet, eine nach der anderen ——–

    P. S. Ihre Dachschäden habe ich noch nicht bemerkt. Seien Sie doch nicht so streng mit sich selbst.

    Comment by Eleadora Stein — 4. August 2017 @ 14:08

  2. Um meine Dachschäden zu bemerken, müsste man sich auch strecken. Der Thurm ist hoch, sehr hoch. Es fällt zuweilen nur mir auf, dann färbt sich das güldenen Haar leicht in Bronze.

    Comment by rapunzel — 5. August 2017 @ 09:16

  3. So ist das, Frau Stein. Du stellst eine Frage, und du bekommst eine Antwort auf das P.S.

    Comment by Rotkäppchen — 5. August 2017 @ 11:43

  4. Es war nicht eine Frage, es waren gleich vier Fragen. Das ist mir Zuviel des Guten. Zudem hat die Frau Stein mögliche Anntworten präsentiert bzw. ein wenig ausufernd ihre Gedanken/Erinnerungen zur Schau gestellt. Falls die Stein also mehr über meine Gedankenfarm erfahren wollte, hätte sie sich rhetorisch geschickter anstellen müssen. Da sie das durchaus kann, gehe ich davon aus, dass es ihr eben nicht um die wenig erhellende Beantwortung der belanglosen Fragen ging.
    P.S.
    Meine Gedankenfarm hat am Wochenende Ruhepause. In diesem Sinne.

    Comment by Rapunzel — 5. August 2017 @ 13:26

  5. “Fast kommentarlos lässt sich die Rationalität des Daches der Irrationalität des Kellers entgegensetzten. Das Dach spricht sofort seinen Daseinszweck aus: es beschirmt den Menschen, der den Regen und die Sonne fürchtet. … Wenn es sich um das Dach handelt, sind alle Gedanken klar. Im Dachboden sieht man mit Vergnügen das starre Gerippe des Balkenwerks bloßgelegt. Man hat teil an der soliden Geometrie des Zimmermanns. … Der Keller ist das dunkle Wesen des Hauses, das Wesen, das an den unterirdischen Mächten teilhat.”

    Comment by Gaston Bachelard — 13. August 2017 @ 09:11

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