Plötzlich

bist du tot, aber stellst
fest: bombensicheres

Ding, alles geht
weiter: Wie? Warum?

Stoff für neun Opern, oder
Sieben Leben hat die Katze

Dieser Beitrag wurde von Kraba vel Jop am 23. August 2017 um 09:11 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

9 Kommentare »

  1. Ich glaube, Selbstbespaßung meint in diesem Blog: Ein Text, der nach den Bewertungskriterien für die Poetizität eines Textes (der Begriff ist von Aleksandr Potebnja) weniger als ein “Befriedigend” ergibt.

    Wäre schön, wenn diese Kriterien für diesen Blog transparent wären.

    Comment by irgendein Rotkäppchen — 24. August 2017 @ 19:29

  2. Hartmut kommt noch vor dem Fall.

    Comment by Radieschen — 24. August 2017 @ 22:12

  3. Hej Radieschen, dann lies doch mal Viktor Schklowskis (Sklovskij’s) Text “Kunst als Verfahren” von 1914; da steht drin, was – mit stichhaltigen ARGUMENTEN, wenn auch nicht ohne subjektive Kontextuierung – was – - auch in diesem Blogg! von Potebnja “zu halten ist”. Punkt oder Widerrede,

    Comment by chlebnikov — 25. August 2017 @ 06:42

  4. Plötzlich stellst du fest, du lebst. Ein wackliges Ding, das Leben. Es rutscht dir immer wieder aus ein Händen. Ohne zu fallen. Es glibbert vor sich hin. Wieso und Weshalb. Wie wenn man Pudding an die Wand nagelt. Stoff für eine Quizsendung. Oder auch drei. Ein Leben hab ich. Eins du. Wackeln wir weiter. Genagelt wird zum Schluss.

    Comment by Van Schlingel — 28. August 2017 @ 09:10

  5. Genagelt und geschraubt. Bekloppt oder entzerrt. Über allen Hüngeln hängt, Sonne mit Schnee, es sprießt als Gedicht. Auch die Erde wackelt, wie ein Dackel mit Ohren. Unter uns, weil wir zu dritt sind

    Comment by Kürbiss — 28. August 2017 @ 18:25

  6. Aber darum geht es doch. Das ganze Leben. Immer den Pudding an die Wand nageln. Und immer wieder daran scheitern. Dann kannst du nicht ausweichen. Weil du selbst in dem Pudding drin bist. Die Wand, die ist ja genauso glibbrig. Nägel, bloße Konstruktionen von Wirklichkeit, wie der Adler auf der Münze.

    Comment by Petersilie — 28. August 2017 @ 19:01

  7. Da habe ich gerade Patrick Roth gelesen. Da ist ein Foto drin, von David Wark Griffith, aus den 70ern. Da steht er, Mr. Griffith, am Tresen von „Musso and Frank“ in Hollywood, einem beliebten Restaurant für Filmschaffende. Das Überraschende daran: David Wark Griffith war bereits 1948 gestorben. Dreißig Jahre früher. Jetzt steht er da wieder am Tresen. Patrick Roth hatte glücklicherweise seine Kamera dabei. Das Beweisfoto ist im Buch abgedruckt.

    Comment by in Geisterseelenruhe — 28. August 2017 @ 19:06

  8. Aber genau hier sind wir am Punkt: lass es wabern, wie es wächst; vielleicht sollte man nicht gleich anfangen, das zu nageln, oder, noch schlimmer, zu sammeln, aber die Wand, diese glibbrige Wand, die du bist als “natürlich Kind”, die kommt auf dich zu und bringt es außer sich. Soweit ging das schon immer den Bach runter. Mancher wie Öl, anderer knapp am Organ vorbei. Und jetzt diese dreißig Eier, Sam, Klappe, nein – “Bitte sag’s noch einmal.”

    Was wir wollen ist Geometrie. Als Gewaber, verwobenes Wirken zumindest zweifach in sich gestauchten Außersichseins

    Comment by Biss oder Kür — 28. August 2017 @ 22:03

  9. Zur Information: Ich habe an dieser Stelle drei Kommentare gelöscht, weil sie aus meiner Sicht nicht zum Thema passen. Ich bin mir der Subjektivität meines Urteilens bewusst, weiß mir aber – aus einem “ästhetischen Gesamtkalkül” heraus, nennen Sie es bitte nicht Theorie! anders nicht zu helfen. Ich bitte meine Leser um Nachsicht, jedes ästhetische Urteil ist ein Ereignis.

    Oder es ist gar nicht

    Comment by Kraba vel Jop — 15. September 2017 @ 08:56

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Hinterlasse einen Kommentar