tang

dann schicke ich dir das meer
vorbei
damit du es auch siehst
es fühlt sich an wie watte
oder ein schmerz
den ich aus der zeit reche
deine blicke fahren die furchen einer muschelschale entlang
grün leuchten die fische aus der tiefe

Dieser Beitrag wurde von Werner Weimar-Mazur am 3. Dezember 2017 um 16:03 Uhr geschrieben.

Genre: Erinnerungsbrösel, Gemütstiefe, Trauersymmetrie

1 Kommentar »

  1. Adventskaffee allein. Eine Kerze hier drin, draußen Nebel. Leise im Hintergrund „ Solveigs Lied“. Still und heimlich schleicht sich der „Tang“ hier ein: Advent jenseits von Klingelingeling. Das geht so ins Herz! Danke, danke!
    Und: Wenn mein Kind in wenigen Monaten das Haus verläßt, würde ich ihm gern diese Zeilen mitgeben.

    Comment by Stefanie — 3. Dezember 2017 @ 16:20

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