Ideal

Der Wind bläst ein Lied
auf den Vogelknochen

Hohl hohl hohl
die Negativform

Das Unheil steckt
in den Werkzeugen,

sagte ein Mensch
sich abwendend

Dieser Beitrag wurde von Kraba vel Jop am 12. Dezember 2017 um 03:20 Uhr geschrieben.

Genre: Erinnerungsbrösel

6 Kommentare »

  1. Mmh. Versteh ich gut. Ich wende mich auch hin und wieder ab. Weil: manches ist hohl und sicher zu ertragen. Und dann diese negative Energie! Das bringt nur Unglück, sagt Elvire. Und die muss es wissen, ist schließlich wegen ner schwarzen Katze vom Auto angefahren worden. Von rechts wegen oder links oder so… lief einfach mir nix, dir nix über die Straße mit nem Vögelchen im Maul. Elvire schrie, rannte und Peng.
    Na gut, ich geh dann mal Wasser kochen, brauche ne Wärmflasche. Meine Knochen sind sowas von kalt, kein Wunder: Sitze seit fünf morgens im Streufahrzeug und lass mir den Wind um die Ohren pfeifen.

    Comment by Ach was weiß ich — 12. Dezember 2017 @ 18:21

  2. Es ist nicht sicher, sonder nicht zu ertragen. Haben Sie auch eine autarke Autokorrektur? Diese Dinger führen eine Eigenleben. Das macht mir Angst. Wobei wir wieder bei den Ängsten sind. Was macht übrigens die Umfrage?

    Comment by Und ich weiß es besser — 12. Dezember 2017 @ 21:05

  3. Was mich stutzig macht: Der Umbruch und die Leerstelle zwischen Strophe 2 und 3. Welches Werkzeug? Der Vogelknochen, möcht man, bezugnehmend, meinen, aber: er ist es nicht. Es ist der Mensch, der sich abwendet. Und das macht mir Angst. Er kann es nicht ertragen. Was, es? Und warum sagt er: “Das Unglück”?

    Comment by Ideale machen Angst — 12. Dezember 2017 @ 22:02

  4. Er sagt Unheil. Und Unheil ist nicht Unglück. Unheil ist ein Geschehen, Unglück ein Zustand.
    Will meinen, unglücklich kann ich mein ganzes Leben sein, weil mit permanent Unheil zugefügt wird. Heillos sozusagen. Weil der Heilland sich abgekehrt hat. Und das in der Weihnachtszeit. Ziemlich unheilig. Das macht mich wiederum unglücklich.

    Comment by Heiliger Strohsack — 13. Dezember 2017 @ 16:05

  5. Ein deutsches Nachkriegsgedicht: Das Unheil steckt in den Werkzeugen.
    Da hatten sie ihr Heil gesucht, doch der Graal entpuppte sich als schnöder Blechbecher. Einzig Blondi wollte daraus noch trinken, bis Herrchen sich seinen magenschonenden Hafeschleim darin servieren ließ. Was schimpfte die Köchin über das heillose Durcheinander! Jedoch nur einmal laut. Danach war sie weg. Vom Fenster. Ein Unglück kommt selten allein, sprach Dolphi, wer kocht mir nun den Brei?

    Comment by Heilloses Durcheinander — 13. Dezember 2017 @ 16:12

  6. Und mich macht die fehlende Korrektur der Kommentar unglücklich. Heiland Sakrament nochmal! Seid ihr zu blöd zum Drüberlesen?

    Comment by UnhGeil — 13. Dezember 2017 @ 19:03

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