[schneeweiß]

der himmel legt sein leichentuch über die erde
frau holle macht überstunden
herr holle indes nimmt reißaus
fliegt er mit seiner geliebten in den süden
ins land des ewigen frühlings
ins land der klavierstimmer
die blockflöte spielen lernen
schneeweiß
werden seine haare
auch dort

Dieser Beitrag wurde von Werner Weimar-Mazur am 28. Dezember 2017 um 10:51 Uhr geschrieben.

Genre: Erinnerungsbrösel, Rezensionen

1 Kommentar »

  1. Verzeihung, wenn mein oben stehender Prosatext über den Schnee Sie eventuell wie ein Plagiat anmutet – ich las Ihr Gedicht schon öfter und soeben erneut – und der Kontrast, besser der Übergang von Winter zu Frühling erzeugt in mir jedes Mal ein Gefühl der inneren Auflösung, besser, der Schmelze, bei dem ich nie so ganz sicher bin, gleicht es dem der Verliebtheit oder dem bei einer aufkommenden Erkältung. Und es ist zu interessant, um es nicht immer wieder in endlosen Varianten genießen und schreiben zu können. Mein Text wurde jedoch bereits vor längerer Zeit verfasst und nur leicht modifiziert.

    Comment by crysantheme — 6. Januar 2018 @ 12:13

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