Tbilisi : am Ende

Es gibt Berge und einen Fluß
Frische Luft oben im botanischen
Garten : Kletterpartien

Solange die Bagger die Berge
Noch nicht beseitigt haben
Für neue Häuser : während

Die Altstadt einstürzt : hier und da
Leben noch Menschen
In den Ruinen : tatsächlich

Gab es hier Krieg : die Kriege
Zogen an Tbilisi vorbei
In den letzten einhundert

Jahren : allein die Zeit
Nagt an den Häusern
Vierzig Regenarten : die

Das Georgische kennt
Georgische Redensarten
Hinter den Brotlöchern

Werden Ideen gebacken
Ganztägig frisch : nicht nur
Am Morgen : in den Kellern

Der Bäder quillt Schwefel
Aus dem Gestein : reinigt
Gehetzte Körper : wie schwer

Atmen sie im Verkehr : der
Leichtgängig fließt
Durch die Ritzen zwischen

Den Häusern : er nieselt
Der Geldkraft folgend
Meidet die Berge : kreist

Um den Fluß : ißt du
Seine Fische : stirbst du
Am Krebs

Dieser Beitrag wurde von Federico Palatino am 26. Februar 2018 um 23:51 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

2 Kommentare »

  1. Da musste nicht mal die Fische essen. Da reicht es, wenn Du da einen Film drehst.

    Comment by Sterben und ewig sein — 13. April 2018 @ 21:22

  2. “An Vorahnungen glaube ich nicht…
    Unsterblich ist alles,
    unsterblich ist jeder.
    Es gibt keinen Tod in der Welt…”

    (Arseni Tarkovski)

    Comment by Arsenij Tarkowski — 13. April 2018 @ 21:24

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